Masca

Will man die ursprüngliche Seite Teneriffas kennenlernen, dann ist das wohl schönste und idyllischste Bergdörfchen Masca wärmstens zu empfehlen. Es liegt im fruchtbaren Nordwesten der Insel und gehört zur Gemeinde von Buenavista del Norte. Inmitten des Naturschutzgebietes des erhabenen Teno-Gebirges ist es von traumhaft schöner, vielseitiger und abwechslungsreicher Flora und Fauna umgeben. Naturfreunde, Wanderbegeisterte und Sportfreaks kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Möglichkeiten, die umliegende Gegend zu erkunden, sind facettenreich.

War Masca vor Jahren lediglich zu Fuß oder auf dem Esel zu erreichen, führt heute eine kurvenreiche Straße durch die bergige Landschaft bis zu dem beschaulichen Dorf. Somit ist eine Verbindung mit der Außenwelt mittlerweile gewährleistet. Diese Faktoren spiegeln eindrucksvoll die Abgeschiedenheit Mascas wieder. Diese ist jedoch wiederum ein Garant für die Ursprünglichkeit dieser Region. Der Ort selbst ist klein, fast überschaubar. Er besteht aus einigen verstreuten Häusern, die allesamt altkanarische Architektur aufweisen, und bei denen es fast so scheint, als würden sie sich an die Felsen schmiegen. Mittelpunkt des Ortes bildet dabei ein kleiner zentraler Platz vor der Kirche. Die Straßen sind nur zu Fuß zu begehen, die engen verwinkelten Gassen lassen eine charmante, urige Atmosphäre entstehen. Gepaart mit dem gigantischen Panorama wohin das Auge reicht ist Masca einen Besuch wert. Es wirkt beinahe wie ein seltener nostalgischer Schatz, der erhalten geblieben und zur begehrenswerten Sehenswürdigkeit geworden ist.

Verschiedene Restaurants und urige Bars laden die Besucher zum Verweilen ein und kümmern sich liebevoll um deren kulinarische Wünsche. Ortstypische Spezialitäten erfreuen sich besonderer Beliebtheit, wie der Palmenhonig, der einen ähnlichen Geschmack wie Ahornsirup aufweist, oder aber der Saft aus der Kaktusfeige, der eine wahre Köstlichkeit darstellt. Auf dem zentralen Dorfplatz bekommt man anschließend die Möglichkeit, bei den Einheimischen Kräuter, Naturkosmetika und Kunsthandwerk zu kaufen. Hier ist das ursprünglich kanarische Flair, Tradition und Teneriffas Kultur noch greifbar nah.

Zwar zieht es immer wieder einige Besucher aus Interesse an dem beschaulichen Dorf in die entlegene Region. Doch die meisten wollen die üppige Landschaft und den Artenreichtum der Natur, die sich hier in Superlativen zeigt, für ausgedehnte Wanderungen nutzen. Besonders beliebt ist dabei die Tour durch die Masca-Schlucht. Dabei wird den Wanderern und Bergsteigern einiges abverlangt. Gute Kondition, Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind Grundvoraussetzungen, um an dieser Tour teilnehmen zu können. Die Tour durch den Barranco de Masca beginnt schließlich direkt im Ort, führt über eine kleine Brücke und erstreckt sich bis hinunter zum azurblauen Atlantischen Ozean. Diese Wanderung ist die wohl schönste, reizvollste und botanisch interessanteste des Teno-Gebirges. Der streckenweise beschwerliche Abstieg dauert zwischen zwei und drei Stunden und wird immer wieder mit einem herrlichen Panorama von verschiedenen Aussichtspunkten aus belohnt. Dabei treten die Felswände immer näher zusammen und kurz vor dem Ende der Wanderung kündigt sich das Meer durch das immer lauter werdende Rauschen an. Die Playa de Masca, eine verträumte Badebucht, ist dann das Ende der Tour und die Stelle, wo man mit einer Art Boots-Taxi nach Los Gigantes mitgenommen wird – so wird die anstrengende, eindrucksvolle Tour auf eine besondere Art abgerundet. Während man auf das illustre Wassertaxi wartet, lohnt es sich, sich in dem glasklaren Wasser vor herrlich schöner Kulisse Abkühlung zu verschaffen.

Masca ist ein Dörfchen wie aus dem Bilderbuch, das bleibende Eindrücke hinterlässt. Hier finden Menschen, die Entspannung, Nähe zur Natur und Beschaulichkeit suchen, eine wahre Oase inmitten unberührter Vegetation. Sowohl Masca selbst, als auch seine direkte Umgebung, in der noch heute weite Terrassenfelder die Landschaft durchziehen, sind ein wahrer Besuchermagnet. Durch die gute Wasserversorgung in den Bergen kann gewährleistet werden, dass zum einen  der Anbau von Kartoffeln und Weizen eine ertragreiche Ernte hervorbringt, und zum anderen die Landschaft in ein farbenfrohes, buntes und immergrünes Meer getaucht wird. Die typisch kanarischen Häuser, der illustre Dorfplatz, der ein beliebter Treffpunkt bei Alt und Jung, bei Einwohnern und Besuchern ist, sowie die adrette kleine Kirche verleihen dem Ort einen besonderen Charme in unvergesslich schönem Ambiente.