
Die Geschichte von Teneriffa
Der Name der Insel Teneriffa bedeutet „schneebedeckter Berg". Die Ureinwohner dieses Eilandes nannten sich Guanchen, was in der bis auf wenige Begriffe verlorengegangenen Sprache des Urvolkes „Mann aus Teneriffa“ bedeutet. Heute wird auf Teneriffa kanarisches Spanisch gesprochen, das dem lateinamerikanischen sehr ähnlich und für Urlauber mit „Schulspanisch“ schwer zu verstehen ist. Da die Canarios aber sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen sind, ist auch mehrmaliges Nachfragen kein Problem, sondern führt mit großer Sicherheit zu einem angeregten Gespräch.
Teneriffa ist neben Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro eine der sieben Kanareninseln und mit ihren rund 2.034 Quadratkilometern die größte der Inseln. Die aktuelle Einwohnerzahl beträgt circa 700.000 Einwohner, Langzeiturlauber nicht mitberechnet.
Teneriffa entstand vor etwa zehn Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten. Die Berge bei Adeje, das Teno- und das Anagagebirge verschmolzen zu einer großen Insel – Teneriffa. Man vermutet, dass der rund sechs Kilometer hohe Ursprungsvulkan durch einen Erdrutsch in sich zusammenstürzte und dadurch das Tal Orotava formte. Gleichzeitig entstand einer der weltweit größten Einsturzkrater, Caldera, der einen Durchmesser von 16 Kilometern und rund 500 Meter hohe Kraterwände aufweist. Der Pico del Teide, Spaniens höchster Berg mit über 3,5 Kilometern Höhe, wuchs vor einer halben Million Jahre aus dem damaligen Einsturzkrater empor. Der bisher letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa fand 1909 am Chinyero bei Santiago del Teide statt; seitdem ist es still auf der Insel.
Die Kanarischen Inseln waren bereits im Altertum bekannt. Schon Homer (circa 800 v. Chr.) besang sie in seiner Odyssee als die elysischen Gefilde. Die vermutlich Ersten, die die Insel Teneriffa regelmäßig besuchten, waren die Phönizier. Sie fanden auf den Kanarischen Inseln die zur Purpurherstellung notwendige Färberflechte Orseille, die zu einer ihrer wichtigsten Handelsgüter wurde. Die Phönizier hielten die Existenz der Kanareninseln lange Zeit geheim, da sie den Handel anderer seefahrender Völker mit den Inseln verhindern wollten.
Dadurch wurde Teneriffa erst im Jahre 1341 durch portugiesische Seefahrer „wiederentdeckt“. Um das Jahr 1402 wurde der Graf Juan de Béthencourt beauftragt, die Kanarischen Inseln für Spanien zu erobern, was nach langandauernden Kriegen und erbittertem Widerstand der Guanchen erst 1496 vollendet werden konnte. Seit dieser Zeit befindet sich Teneriffa ganz in spanischer Hand. Der Ort La Matanza (übersetzt: Gemetzel) erinnert noch heute an die damalige Schlacht und die spanischen Verluste.
Nachdem Teneriffa aus dem Reich der Sagen herausgetreten war, wurde es aufgrund seiner günstigen Lage zu einem wichtigen Handelsstützpunkt. Spanische Schiffe auf dem Weg nach Amerika nutzten Teneriffa oft als letzte Station, um sich mit Proviant einzudecken. Gerade wegen der hervorragenden Lage der Insel wurde sie auch immer wieder das Opfer von Überfällen. Im 17. Und 18. Jahrhundert wagten die Engländer unter Admiral Nelson den Versuch, die Insel in ihre Gewalt zu bringen. Die Kanone „El Tigre“, die dem Admiral in dieser Schlacht den rechten Arm abschoss, steht noch heute als Mahnmal in den Hafenanlagen von Santa Cruz. Und auch in den folgenden Jahrhunderten haben Franzosen, Engländer und Holländer immer wieder versucht, die Insel Teneriffa in ihre Gewalt zu bringen – bis heute erfolglos.
Kostenlose Hotline
0800 44 77 123 787
Haben Sie noch Fragen zu den Online-Angeboten oder möchten Sie eine Reise reservieren?
Mo.-Fr.:
08.00 - 23.00 Uhr
Samstag:
10.00 - 22.00 Uhr
Sonntag:
11.00 - 22.00 Uhr
Feiertag:
11.00 - 22.00 Uhr
Aus dem Ausland erreichen Sie uns unter folgender Rufnummer:
+49 991 296 769 954




